3 Tage in Peking – meine Kurzreise

Nachdem ich ein Jahr lang in Taiwan verbracht hatte und Ende Juli nach Berlin zurückgekehrt war, habe ich mich erstmal für längere Zeit von Asien verabschiedet. Umso schöner war es, dass ich für mobilegeeks.de zum Launch des Meizu Pro 5 nach Peking fliegen konnte. Zum Glück konnte ich meinen Rückflug vier Tage nach hinten verschieben, sodass ich noch etwas Zeit hatte Peking zu erkunden.

Tag 1: Olympia, chinesische Dörfer & der Smog

Peking Beijing Reise 20155Am ersten Tag schaute ich mir die olympischen Stätten an, die seit dem Großereignis im Grunde leerstehen – Sportereignisse finden hier sehr selten statt. Man sieht oft, dass hier an vielen Stellen mit heißer Nadel gestrickt gebaut wurde; brüchiger Asphalt, Regenrinnen, die im Zick-Zack verlaufen und auch das Vogelnest wird nach nur 7 Jahren an der  Außenfassade renoviert. Insgesamt ist die Parkanlage wirklich riesig und man kann hier gut spazieren gehen, was wirklich viele Chinesen auch machen. Bis auf drei, vier Bauten ist der Park aber eher langweilig gestaltet – es gibt keinerlei Aktivitäten.

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Zu den Bauten muss man übrigens hinlaufen, denn sonst sieht man sie nicht. Smog ist in Peking allgegenwärtig und verringert die Sicht auf wenige hundert Meter. Schaut man nach oben, so sieht man die Sonne nicht – nicht, weil der Himmel bewölkt ist, sondern weil der Smog die Sonne einfach schluckt. Und so läuft man entlang der olympischen Stätten umhüllt von dicker, grauer Luft und sieht förmlich, was man da gerade durch seine Lungen filtert.

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Gleich südlich vom Olympiadorf befindet sich das China Ethnic Museum, das mehr Wert auf Natur und ursprüngliche Kultur Chinas legt. In dem Outdoor-Museum, das im Grunde eine riesige Parkanlage mit imposanten Bauten darstellt, werden viele ethnische Minderheiten und entfernte Provinzen in klein dargestellt. Eine tolle Erfahrung, wenn man z.B. nicht nach Tibet reisen will, aber es ein Stück weit selbst erleben möchte.

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China Ethnic Museum Beijing

China Ethnic Museum Beijing

Brücke

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Tag 2: Houhai, Beihai, Qianmen und Tiananmen

Blauer Himmel! Wow, ich war begeistert! Nachts hatte es geregnet, etwas Wind war aufgekommen und so kam es dazu, dass der Smog über Nacht weg war. Um das gute Wetter zu nutzen, habe ich den Tag möglichst im Grünen verbracht.

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Angefangen hat der Tag bei einem Spaziergang durch Houhai, dem Feierviertel mit hunderten von Bars, die dicht an dicht um den See aneinandergereiht sind. Nacht wirbt jedes Lokal mit lauter Live-Musik für sich (die Musik ist draußen lauter als drinnen), tagsüber kann man sich dort in Ruhe den schönen See anschauen. Ziemlich schick ist übrigens der Hutong nördlich von Houhai, der einige Läden bietet, die Tee, Lederwaren und Souvenirs verkaufen. Auch essen kann man hier gut, die Karten sind oft auf Englisch und/oder bebildert.

Weiter ging es zum Beihai, der noch eine Ecke ruhiger ist, weil am Eingang Eintritt verlangt wird. Der Aufstieg zur weißen Pagode lohnt sich bei gutem Wetter, weil man von hier aus einen tollen Blick auf die nördliche Stadt erhält. Doch auch die kleinen Tempel, sind für einen Besuch ganz nett.

Zum Schluss ging es zu Qianmen, der alten Handelsstraße, die ich mir aber lebendiger und interessanter vorgestellt habe. Es gibt einige traditionsreiche Häuser, die Seide verkaufen, dazu einige Touristenshops und große westliche Ketten wie Zara oder Häagen Dazs.

In einer Seitenstraße gibt es auch das, womit viele Peking verbinden: Peking Ente. Unzählige kleine Restaurants rösten die Ente im Schaufenster oder einem Grill vor dem Laden. Probiert habe ich sie aber nicht, für eine Person ist es nämlich etwas zu viel und ich hatte gerade keine Lust drauf.

Qianmen by night #GalaxyS6edgePlus

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Old Beijing Roast Duck

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Sprache: 你好 (ni hao) – das heißt hallo auf Chinesisch und bedeutet im Grunde „du gut“. Ich hatte etwas Sorge, dass mein Chinesisch nach zwei Monaten konsequenter Nichtnutzung eingerostet sein wird, doch es stellte sich ganz anders heraus. Zum Glück, denn wer in Peking kein Chinesisch spricht, der kommt nicht ganz so weit (im wahrsten Sinne des Wortes). Taxifahrer brauchen generell eine chinesische Anschrift und verstehen kein Wort englisch. Einen Stadtplan können sie selbst auf Chinesisch nicht lesen, merken sich vieles photographisch.

Essen kann man oft anhand von Bildern bestellen, manchmal gibt es englische Karten (die zum Teil ungewollt witzig übersetzt sind). Die U-Bahn ist komplett auf englisch und chinesisch ausgeschildert, sodass man sich in der Regel super zurecht findet. Hier gilt übrigens das Gesetz des Ellenbogens, gedrängelt wird immer.


Alt vs. neu #beijing

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Tag 3: Tiananmen & verbotene Stadt

Peking Beijing Reise 201565Wenn man zur verbotenen Stadt will, kommt man am Platz am Tor des himmlischen Friedens (Tiananmen) nicht vorbei. Auch wenn der Name geschichtlich leider ironisch ausfällt, so ist der Tiananmen Square mit knapp 40ha immerhin der größte befestigte Platz der Welt. Hinter dem Tor verbirgt sich der Eingang zur verbotenen Stadt, die ehemals nur der Kaiserfamilie und ihren Gästen vorbehalten war. Die Gebäude sind ziemlich gut erhalten, die Architektur ist beeindruckend. Viel mehr als das sieht man jedoch nicht, außer man besucht die zwei oder drei Sonderausstellungen.

In drei Tage kann man also einiges in Peking entdecken. Sicherlich geht da noch mehr, ich bin aber zum Großteil zu Fuß gelaufen, weil das Wetter einfach so großartig war! Schön war’s und hoffentlich bin ich bald wieder in Asien.

Thanks to Nicole for her great tips!


Eselsohr: Restaurants, Unterkunft, Reiseführer

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